Natürliches & von Natur aus nachhaltiges Produkt
Keramische Fassadenziegel und gebrannte Pflasterklinker sind von Natur aus nachhaltig, da sie ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen, wie Ton, Sand, Wasser und Sauerstoff, hergestellt und durch den Brennprozess veredelt werden. Dank dieser Rohstoffe und des Produktionsprozesses weisen sie eine außergewöhnlich lange Lebensdauer von bis zu über 160 Jahren auf. Ziegelsteine sind somit ein Material, das für mehrere Generationen konzipiert ist. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Gebäudes aus Ziegelsteinen wird beispielsweise auf über 100 Jahre geschätzt.
Ton ist dank seiner kontinuierlichen natürlichen Entstehung ein nachwachsender Rohstoff. Seit Jahrhunderten dient Ton als Ausgangsstoff für die Herstellung von Ziegelsteinen – eine Tradition, die Vande Moortel heute im eigenen Haus fortführt.
„Voll und ganz natürlich, zu 100 %”
Dank der natürlichen Bestandteile Ton, Sand, Lehm und Mineralien, die in einzigartigen Rezepturen kombiniert werden, erhalten wir ein vollkommen natürliches Endprodukt in einer reichen Farbpalette. Die Farben und Schattierungen entstehen auf natürliche Weise während des Produktionsprozesses und gehen bis in das Innerste der Ziegelsteine. So bleibt die Farbe authentischer Fassadenziegel und Pflasterklinker erhalten, ohne zu verblassen, sich abzunutzen oder sich durch Stöße oder äußere Einflüsse zu verfärben. Dies garantiert ein dauerhaft ästhetisches Erscheinungsbild, selbst nach jahrelanger intensiver Nutzung oder Einwirkung von Witterungseinflüssen.
Darüber hinaus benötigen keramische Baustoffe keine Pflege, wodurch ihre Auswirkungen auf die Umwelt deutlich reduziert werden. Dies macht Ziegelsteine zu einem der nachhaltigsten Baustoffe, die derzeit verfügbar sind. Darüber hinaus sind Ziegelsteine inerte Materialien: Sie reagieren nicht mit anderen Substanzen und setzen keine giftigen oder allergenen Stoffe frei. Folglich besteht keine Gefahr der Bodenverunreinigung.
Zudem besitzen Fassaden aus Ziegelsteinen ein authentisches und zeitloses Erscheinungsbild. Dieses bleibt bei dieser Art der Fassadengestaltung jahrzehntelang erhalten. Das nachhaltigste Gebäude ist eines, das niemals abgerissen wird. Ein Gebäude aus Ziegelsteinen besitzt einen gewissen Stil und strahlt Charakter und Authentizität aus. Qualitativ hochwertige Architektur wird nur selten abgerissen. Das Produkt als solches ist nicht trendabhängig, kann sich aber dennoch flexibel an wechselnde Trends im Hinblick auf Farbe, Textur oder Format anpassen. Ziegelsteine sind robust, pflegeleicht, nicht brennbar und halten selbst extremen Witterungsbedingungen dauerhaft stand. Architekten, Designer und Bauherren entscheiden sich aufgrund dieser vielfältigen, langlebigen und ästhetischen Eigenschaften bewusst für Fassadenziegel, da sie zugleich eine große Gestaltungsfreiheit und ein breites Anwendungsspektrum bieten.

Verantwortungsvoller Tonabbau durch lokale Gewinnung
Die Ziegelei befindet sich seit ihrer Gründung am Ufer der Schelde. Die Rohstoffe für Fassadenziegel und Pflasterklinker, nämlich Sand und Ton, werden dank der Lage der Ziegelei hauptsächlich lokal gewonnen. Dies begrenzt den Tontransport und minimiert den ökologischen Fußabdruck. Wir sind stets bestrebt, unsere Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten.

Nutzung von Sekundärrohstoffen
Um die Abbaugeschwindigkeit der eigenen Steinbrüche zu reduzieren, nutzen wir für die Herstellung von Fassadenziegeln und Pflasterklinkern auch sekundäre Rohstoffe, wie Lehm und Ton, die bei Infrastrukturarbeiten und Bauprojekten freigesetzt werden. Diese Rohstoffe fallen regelmäßig bei Aushubarbeiten für nahegelegene Bauprojekte an. Beispielsweise konnte Vande Moortel rund 72.500 m³ Ton verwerten, der bei den Infrastrukturarbeiten an der Schleuse in Kerkhove anfiel. Dieser Rohstoff wurde bei diesen Arbeiten freigesetzt und in der Ziegelei in Oudenaarde wiederverwendet. Darüber hinaus erfolgte der gesamte Transport auf dem Wasserweg über die Schelde, wodurch der Einsatz von 5.200 Lkw vermieden werden konnte. Auf diese Weise erreichte Vande Moortel zwei seiner Ziele: die maximale Nutzung und Rückgewinnung von Sekundärrohstoffen und die Fokussierung auf einen nachhaltigen Transport über Wasserwege.

Wertvolle Nachnutzung von Abbaugebieten unter Berücksichtigung der Biodiversität
Nach der Extraktion und der Gewinnung der Rohstoffe wird das Gelände revitalisiert, wobei die Biodiversität gefördert wird. So wird beispielsweise die ehemalige Grube der Ziegelei am rechten Scheldeufer in ein Gebiet mit hoher Biodiversität umgewandelt. Das Ziel von Vande Moortel ist es, in Abstimmung mit verschiedenen Interessengruppen Sumpf- und Feuchtgebiete mit hohem Biodiversitätswert zu gestalten, u. a. für Vögel, Amphibien, Insekten sowie für Schilf und andere wertvolle Pflanzen. „Früher konnten wir an diesem Standort Ton gewinnen, einen nachwachsenden Rohstoff. Heute beginnen wir mit der Nachnutzung und streben dabei ein attraktives Naturgebiet an, einen Lebensraum für eine vielfältige Fauna und Flora und einen Ort, an dem sich die Menschen gerne aufhalten”, erklärt Peter Vande Moortel. Auf diese Weise leisten wir durch die nachhaltige lokale Gewinnung unserer Rohstoffe einen Beitrag zur Biodiversität.
Grüne Deals
Viele nachhaltige und zirkuläre Innovationen haben ihren Ursprung in den Grünen Deals. Als Unternehmen engagieren wir uns weiterhin aktiv in einem innovativen, lernenden Netzwerk, um praktische Erfahrungen mit anderen Bauunternehmen, Baustoffherstellern, lokalen und regionalen Regierungen, privaten Bauträgern, Forschenden und anderen Organisationen auszutauschen. Vande Moortel unterstützt auch, gemeinsam mit allen Interessenvertretungsgruppen aus der Gartenbranche, den „Green Deal Natuurlijke Tuinen” (Grüner Deal Natürliche Gärten) – eine Initiative des Wissenszentrums Tuin+ und der Erasmus-Hochschule.
Zu diesen Initiativen gehört die Neugestaltung unseres eigenen Betriebsgeländes, wobei das frühere versiegelte Betongelände unter Berücksichtigung von Naturbelangen in einen modernen, funktionalen Raum verwandelt wurde. Insgesamt wurden mehr als 200 Bäume angepflanzt. Zudem wurde ein wasserdurchlässiger Belag aus Ziegelbruch und Klinkern in Kombination mit H2O-Natural Clay Paving-Sand angelegt. Mit der Umgestaltung unseres ehemals betonierten Geländes in einen modernen, funktionalen Raum mit starkem Fokus auf Natur und Klima beteiligen wir uns am „Green Deal Bedrijven en Biodiversiteit” (Grüner Deal Unternehmen und Biodiversität) der Flämischen Regierung.
Als Teilnehmer des „Green Deal Tuinstraten” (Grüner Deal Begrünte Straßen) stoßen wir in Flandern einen Wandel an hin zu mehr begrünten Gartenstraßen. Indem wir Kommunen, Anwohnerinnen und Anwohner, Unternehmen und weitere Akteure zusammenbringen, möchten wir das Bewusstsein schärfen, Wissen vermitteln und praktische Unterstützung leisten, um normale Straßen in blühende, begrünte Straßen umzugestalten. Auf diese Weise streben wir bis zum Jahr 2030 die Realisierung von 1.000 begrünten Gartenstraßen an.
Die Ziele der Initiatoren und der 100 bereits teilnehmenden Unternehmen sind:
- Steigerung der Biodiversität in Flandern
- Nutzung von Gärten zur Bekämpfung von Dürreproblemen
- Einführung von Kreislaufprinzipien in die Gartengestaltung
- Schaffung einer nachhaltigen Grünzone aus allen Gärten

